WirtschaftsdelikteUnsere Wirtschaftsdetektei im Einsatz in Tokio Nehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer0800 - 25 74 200 oder füllen Sie unser Kontaktformular aus. Tokio Tokio Tower
| Japan Fuji-San un Shinkansan
| Tsunami Katsushika Hokusai (um 1830)
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Juliane F. hatte von ihrer letzten Japan-Reise noch soviel japanisches Geld in der Tasche, dass sie die 3.000 Yen für die Reise mit dem Bus des Airport-Limousine-Service zum New Otani Hotel in Akasaka am Ticket-Schalter bar bezahlen konnte – der viel zu kleine Geldwechselschalter in Narita war wie immer dicht umlagert von den vielen amerikanischen Touristen, die, ohne einen einzigen Yen bei sich zu haben, in Japan gelandet waren und sich nun wunderten, dass sie mit ihren allmächtigen Dollars in Tokyo nicht zurechtkamen. Jetzt mussten sie erst mal Schlange stehen und warten, bis sie Yen gegen Dollar eintauschen konnten. Und obwohl die japanischen Bankleute schnellstmöglich arbeiteten – es dauerte eben alles seine Zeit. Informieren Sie sich über die Tätigkeitsbereiche der Wirtschaftsdetektei zwischenzeitlich bitte auf unserer deutschen HauptseiteEs war gegen Mittag in Tokyo, der riesengroße Flughafen war vollgepackt mit Reisenden. Zu Hause in Deutschland schliefen noch alle, es war dort gerade 2 Uhr nachts. Juliane hatte Glück – ihr Bus fuhr gerade die Haltestelle vor dem Flughafengebäude an, als sie mit ihrem Busticket dort ankam. Der Bus fuhr – wie üblich auf dieser Tour – zu vier nah beieinander liegende Hotels in Akasaka, und eines davon war das New Otani, in dem man für sie ein Zimmer gebucht hatte. Sie gab ihr Gepäck ab, das von einem eifrigen Mitarbeiter der Busfirma im Gepäckabteil des Busses verstaut wurde, nahm ihren Gepäckschein entgegen und suchte sich einen Sitz im Bus. Wenn sie Glück hatte, kam der Bus nach eineinhalb Stunden beim Hotel an – aber, wenn es schlecht lief, konnten es auch fast drei Stunden werden, bis sie am Ziel war – es waren immerhin ungefähr 80 Kilometer.
Die Zeit auf der Fahrt vom Flughafen Narita nach Akasaka, dem vornehmen und teuren Geschäftsviertel in Tokyo, wollte sie zum Dösen nutzen. Der lange Flug hatte sie müde gemacht, obwohl sie ja nicht wirklich etwas getan hatte, aber so ging es allen Reisenden auf dem Langstreckenflug von Europa nach Japan: man kam müde in Tokyo an. Während der Bus sanft schaukelnd bei dem Ort Narita auf die Autobahn Richtung Tokyo glitt, liess sie sich doch noch einmal den Grund für ihre so plötzlich angeordnete Reise nach Japan durch den Kopf gehen. Sie ahnte, dass sie während der Fahrt wahrscheinlich nicht würde schlafen können.
Pünktlich um 18.00 Uhr würde sie sich im Hotel in der Bar Capri mit ihrem japanischen Gesprächspartner von der dortigen Detektei treffen – lieber wäre ihr ja das Treffen in der Garden Lounge gewesen, von wo man den herrlichen Blick in den japanischen Garten hatte. Das Hotel stand schliesslich auf dem Gelände eines ehemaligen prinzlichen Palais, und der wunderbare Garten war eine der besonderen Attraktionen des Hotels. Nein, Murakami-san, ihr japanischer Kollege, wollte das Treffen lieber in der kleineren und intimeren Bar haben, weil man sie dort nicht so leicht finden und sehen würde.
Was war passiert? Dem Unternehmer Dr. Peter T., der seit vielen Jahren regelmäßig nach Japan reiste, war bei seinem letzten Besuch in Tokyo ein unglaubliches Missgeschick passiert: er hatte in der ANA-Linienmaschine von Osaka nach Tokyo – diesmal aber nach Haneda, dem Flughafen, der vornehmlich für Inlandsflüge benutzt wurde - seine top-geheimen Pläne für die neueste Elektronik- und Software - Entwicklung liegengelassen. Er war mal wieder sehr in Eile gewesen, musste sofort nach Narita weiterfahren, um den Anschlussflieger nach Deutschland zu erreichen, und da war in der Eile eben dieses Malheur passiert. New Otani Hotel, Tokio Japanischer Garten
| Steingarten | | |
Erst als er im Flugzeug nach Deutschland sass und seine Gedanken ordnete, fiel ihm auf, dass diese dünne, aber wichtige Mappe fehlte. Er verflucht den Zeitdruck, mit dem er immer unterwegs war, aber nun war es passiert. Auf der ganzen langen Reise kam er nicht zur Ruhe, er machte sich bittere Vorwürfe, dass er seine Gedanken nicht besser zusammengehalten hatte…. Die Sache aber geriet zur mittleren Katastrophe, als er, zuhause angekommen, feststellte, dass die beiden CDs, auf denen alle Daten gespeichert waren, ebenfalls weg waren! Wenn das einem seiner Mitarbeiter passiert wäre – den hätte er vermutlich sofort fristlos gefeuert – und nun war es sogar ihm, dem Firmeninhaber, passiert! Peinlich, peinlich!
Als Dr. T. in seinem Unternehmen an den Schreibtisch kam, lag dort eine E-Mail aus Japan für ihn – sie war von ANA, All Nippon Airlines, der japanischen Fluggesellschaft, mit der er von Osaka nach Tokyo-Haneda geflogen war, und wo er die Unterlagen verloren hatte. Die Servicestelle der Fluggesellschaft teilte ihm mit, dass sie seine Unterlagen im Flugzeug gefunden hätten, und dass er sich diese im Stadtbüro der ANA in Tokyo abholen könne. Er könne aber auch einen von ihm ausdrücklich autorisierten Vertreter entsenden.
So waren wir, die A&B-Detektive, an diesen Auftrag gekommen. Dr. T. beauftragte uns damit, die Unterlagen aus Tokyo abzuholen, und er stellte uns die dafür nötigen Beglaubigungspapiere und Vollmachten aus. Wir schalteten unsere Partnerdetektei in Tokyo ein, der dortige Partner für internationale Fälle, Herr Murakami, bereitete sich auf den Besuch unserer Ermittlerin Juliane F. vor. Wir hatten lange mit ihm telefoniert und ihm unsere Sorgen geschildert, ob die Unterlagen wohl auch wirklich komplett seien und auch komplett zurückgegeben würden. Herr Murakami schien unsere Frage nicht zu verstehen, denn er fragte immer wieder zurück, ob sich verhört habe – „Did I get you right?“ – habe ich Sie richtig verstanden?“ fragte er mehrere Male.
Und dann kam der legendäre Satz, der seitdem in unserem Büro zum geflügelten Wort wurde: „You should know – we are Japanese!” Da war er wieder, dieser unbeugsame Stolz eines ehrenwerten Japaners - und der Satz sollte ausdrücken: wir betrügen keinen!
Der Flughafenbus glitt inzwischen in Tokyo auf den grossen Platz am Hotel New Otani, die Hotelstewards sprangen herbei, entluden die Gepäckstücke, die den hier aussteigenden Fahrgästen gehörten, und brachten die Koffer zur Hotel-Rezeption. Juliane F. checkte ein und wurde von einer jungen Hotel-Stewardess zu ihrem Zimmer geführt. Auf dem langen Weg von der Rezeption zum „Tower“ – dem separat stehenden Hoteltrakt, der besonders begehrt war bei den Gästen aus Europa – wurde ihr wieder der Spitzname bewusst, den ein japanischer Freund diesem Hotel wegen seiner Größe und der vielen Leute, die ständig darin herumwuselten, gegeben hatte: „New Otani-Bahnhof“.
Das Vorgespräch mit Murakami-san in der Capri-Bar verlief sehr ruhig und dezent. Herr Murakami berichtete, dass er mit ANA, der Fluggesellschaft gesprochen habe, und dass man sie beide am nächsten Morgen gegen 10 Uhr im Stadtbüro erwarte. Juliane F. fragte ganz ängstlich, ob er denn irgendwelche Schwierigkeiten bei der Übergabe der Unterlagen erwarte – und wieder kam dieses ungläubige Staunen in seinem Verhalten zum Vorschein: “Was meinen Sie?“ Als Juliane von schwierigen Verhandlungen sprach, mit denen sie rechne, schaute er sogar etwas befremdet – und er wiederholte den Satz: „Wir sind Japaner!“
Am nächsten Morgen, pünktlich um 9 Uhr, kam Herr Murakami ins Hotel, er kam mit der U-Bahn, wie es fast alle Japaner in Tokyo tun, und die Haltestelle lag in weniger als 100 Meter Entfernung vom Hotel. Mit dem Taxi fuhren Juliane und Herr Murakami weiter in die Stadt, um dort bei ANA die wertvollen Unterlagen abzuholen.
Sie wurden höflich empfangen, bekamen eine Tasse Tee serviert und wurden gebeten, der Sekretärin die Legitimationspapiere, die Herr Murakami sicherheitshalber ins Japanische übersetzt hatte, auszuhändigen.
Es dauerte keine zehn Minuten, und die gleiche Sekretärin kam zurück, in der Hand eine dünne Mappe, die sie mit freundlichem Lächeln und einer kleinen Verneigung an Juliane F. übergab.
Herr Murakami seinerseits verneigte sich ebenfalls, sprach ein paar Worte zu der Dame, offenbar Dankesworte, man lachte einmal kurz, relativ laut und auch gleichzeitig – und die beiden Detektive gingen davon.
Draussen fragte Juliane F. ihren Geschäftspartner, Herrn Murakami: „War das alles?“ Und er antwortete ebenso kurz und knapp: „Ja, selbstverständlich – was haben Sie denn erwartet?“
Unsere Ermittlerin Juliane F. hatte sich einen dreitägigen Tokyo-Aufenthalt vorgenommen – wenn sie gewusst hätte, wie einfach alles war, wäre sie schneller zurückgekommen – aber sie nutzte diesen Kurzurlaub, um sich noch einmal in dieser riesigen Stadt umzuschauen. Dann reiste sie zurück, die dünne, aber wichtige Mappe hatte sie in ihrem Handgepäck.
Später, nachdem sie die Unterlagen abgeliefert hatte, erfuhren wir, dass die Sachen komplett waren, die CDs waren auch dabei, und es gab keinerlei Anzeichen, dass jemand in den Unterlagen herumgestöbert hatte.
„Wir sind Japaner!“ – es gibt tatsächlich noch Leute, deren Stolz und Ehrgefühl sprichwörtlich sind.Nehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer 0800 - 25 74 200
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