Privatdelikte

Unsere Privatdetektive in Bangkok 

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 Bangkok
 Siam Square
 "Dorf im Plaumenhain"
 Hotel Oriental
 Erwan
 Schrein
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In den 1970er Jahren gab es reiche Leute in Bangkok, die ihre Kinder mit einem grossen Auto zur Schule bringen liessen. Für den Fall, dass das Auto im immerwährenden Stau stecken blieb und die Kinder die Schule nicht rechtzeitig erreichten, fuhr immer ein Lehrer mit, der dann den Unterricht während der Wartezeit im Stau übernahm.

Hier finden Sie einige der Einsatzbereiche unserer weltweiten Privatdetektei 

Gregor H. hatte in dieser Zeit in Bangkok gelebt – sein Vater war für einen großen amerikanischen Konzern dort tätig. Weil aber die tägliche Verkehrssituation so war, dass er auch seine Schule für Ausländerkinder nicht erreichen konnte, schickten ihn seine Eltern auf ein Internat in die Schweiz, wo er sein Abitur machte und später sein Studium als Betriebswirt absolvierte. Seinen kurzen Aufenthalt in Bangkok, dieser trotz ihrer Größe immer noch geheimnisvollen Stadt am Chao Phraya-Strom, in der Nähe des Golfs von Thailand, vergass er trotzdem nicht. Und so ergab es sich fast ganz natürlich, dass seine beruflichen Interessen ihn nach Thailand zogen, zumal seine Eltern dort geblieben waren, nachdem sein Vater in den Ruhestand versetzt worden war. Verschiedene Male war Gregor nach Bangkok gereist, hatte aber noch als Student in Thailand auch so manchen Urlaub verbracht, und er erinnerte sich an den Flughafen Don Meuang, dessen Passagierterminal ihm immer vorkam, als sei es mehrere Kilometer lang. Die Wanderungen durch dieses Terminal, vor der Abreise, hatte er stets benutzt, um letzte Souvenirs zu kaufen, sich die Füße zu vertreten und dabei auf kurzweilige Weise die Zeit totzuschlagen. Don Meuang war seit 2006 nicht mehr der einzige internationale Flughafen in Bangkok, aber er hatte für viele Jahrzehnte seinen Zweck erfüllt, und die vielen Touristen, die inzwischen nach Thailand in Urlaub reisten, fanden sich trotz der Größe auf dem Flughafen gut zurecht.

Wen wundert es, dass Gregor sich in eine der hübschen Stewardessen bei Thai International, der erstklassigen Fluggesellschaft, verguckt hatte? Wiwan hiess die junge Dame, sprach sehr gut Englisch und war aufgrund ihrer Ausbildung zur Flugbegleiterin bestens vorbereitet, sich hervorragend auf internationalem Parkett zu bewegen. Ihr Vorname Wiwan – der Familienname war, wie in Thailand üblich, so lang, dass er normalerweise nicht ausgesprochen wurde, stammte aus einer vornehmen Familie. Ihr Vater, Professor für Werkstofftechnik am King Mongkut Institute in Bangkok – wurde wie üblich mit seinem Vornamen Seni und dem Ehrentitel Adschaan angeredet – das bedeutete „Herr Professor“.   

Wiwan hatte zwei Brüder, Somnuk und Somchai, die beide bei der Luftwaffe Dienst taten,  und die inzwischen beide gute Piloten auf den Kampfjets geworden waren, die in der thailändischen Luftwaffe geflogen wurde.

Wiwan hatte ebenfalls ein Auge auf Gregor geworfen - der international reisende, gut aussehende Kenner Thailands, der so viele Fehler vermied, die die meisten Touristen aus Europa beim Kontakt mit Menschen aus Thailand fast immer machten, wurde allein dadurch schon attraktiv für sie. 

Als sie ihm auf einem Rückflug erzählte, dass sie bei der nächsten Dienstplaneinteilung, bei der sie für die Reise nach Frankfurt als Flugbegleiterin eingeteilt wurde, gern ein paar Tage Urlaub in Deutschland machen wollte, lud er sie ein, ihn zu besuchen, und er bot ihr an, ihr in der kurzen Zeit ein wenig von seinem Heimatland zu zeigen.

Hotel Oriental, Frühstücksraum

PrivatdelikteDie Pracht des Oriental in Bangkok, die  alle Gäste eines des offenbar besten Hotels in der Welt rühmten, konnte Gregor seiner Freundin Wiwan nicht bieten, er hatte auch nicht vor, sie im Hotel wohnen zu lassen, nein, er wollte sie in seiner Junggesellenwohnung wohnen lassen. Er selbst konnte bei einem Freund unterschlüpfen. Dazu aber musste er seine Wohnung zuerst mal gründlich aufräumen, vielleicht war auch so eine Art Renovierung angebracht – es konnte jedenfalls nicht schaden.

Zu Wiwans Besuchstermin war Gregors Wohnung fast wie neu – er hatte zwar keine neuen Möbel gekauft, aber alles andere war picobello hergerichtet worden: ein neuer Anstrich, neue Gardinen, ein neuer Laminatboden – alles vom Feinsten.

Gregor stand in Frankfurt im Flughafen an der vereinbarten Stelle, wo Wiwan ihn, nachdem sie ausgecheckt hatte, treffen wollte. Sie begrüßten sich sehr freundlich und herzlich, und Wiwan sagte zwar vorsichtig, aber bestimmt, dass sie sehr müde sei und sich gern erst mal für ein paar Stunden hinlegen würde. Kein Problem, sagte Gregor, während er sie in seine Wohnung brachte.

Er bemerkte nicht, dass ihnen ein Taxi folgte, in dem ein einzelner Fahrgast Platz genommen hatte….

Gregor zeigte Wiwan, wo sie sich zum Ausruhen hinlegen könnte, und da er noch etwas besorgen musste, verliess er leise die Wohnung und zog die Tür hinter sich zu.

Wie gross aber war sein Entsetzen, als er nach einer halben Stunde zurückkam und – seine Wohnung leer vorfand. Wie von Geisterhand – Wiwans Gepäck war weg, und – noch viel schlimmer – Wiwan war auch weg! Zwar konnte man an der zerknautschten Decke auf dem Bett erkennen, wo sie gelegen hatte – aber das war auch der einzige Hinweis darauf, dass er diesen lang ersehnten Besuch überhaupt in seiner Wohnung gehabt hatte.

Er suchte oberflächlich, ob sie irgendwas für ihn hinterlassen hatte – aber es gab keinen Abschiedsbrief, kein Hinweis. Halt – wie sah das Schloss an der Etagentür aus? Vorsichtig öffnete er die Tür, sah sich das Schloss und den Rahmen genau an, und siehe da: die Tür war aufgebrochen worden! War Wiwan vielleicht entführt worden? Es gab keine andere Erklärung dafür!

Gregor rief die örtliche Polizei zur Hilfe – die Beamten kamen, aber sie konnten nichts tun – es gab ja keine Beweise, keine Anzeichen – die Beamten schienen sogar Zweifel zu haben, ob die Geschichte, die Gregor ihnen erzählt hatte, überhaupt stimmte! Sie baten Gregor, am nächsten Morgen auf dem Revier offiziell ein Protokoll zu unterschreiben.

Gregor war verzweifelt. Was sollte er nun tun? Einer seiner Nachbarn war ein Ermittler von A&B Detektive. Dem erzählte er seinen Kummer. Der Mann war ein erfahrener Praktiker, der ihm die richtigen Fragen stellte: Telefonnummer der Eltern und der Brüder  in Bangkok? Telefonnummer der Fluglinie? Es gab eine richtige Check-Liste, die noch am gleichen Abend abgearbeitet wurde – aber es kam nichts Konkretes dabei heraus. Er hoffte, dass Wiwan sich am nächsten Morgen wieder melden würde, aber er glaubte selbst  nicht daran – und es passierte auch nichts dergleichen.

Gregor erteilte uns den festen Auftrag, Wiwan zu suchen, koste es, was es wolle.

Nun, um die lange Geschichte kurz zu machen: wir kannten in Bangkok eine bewährte Partnerdetektei, die ihr Büro im Hotel Dusit Thani hatte, und die erfahren war beim Lösen von Fällen, in die Ausländer verwickelt waren. Denen gaben wir alle Details, die wir von Gregor hatten. Deren Ermittlungsmethoden waren genau, was hier gebraucht wurde – sie setzten eine ganze Gruppe von Ermittlern gleichzeitig auf diesen Fall an. Und von Bruder Somnuk kam ein erster, aber heisser Hinweis: Wiwan war einmal lose befreundet gewesen mit einem seiner Kameraden, sein Name war Thanom, und der war Jet-Pilot wie er selbst. Thanom hatte voller Eifersucht die Geschichte zwischen Gregor und Wiwan beobachtet – und Bruder Somnuk fühlte sich sogar auf gewisse Weise schuldig – er war es nämlich gewesen, der dem Kameraden von Wiwans Reise nach Frankfurt erzählt hatte. Wie heisst die Mär – dass Männer nicht tratschen? Sogar die thailändische Militärpolizei wurde eingeschaltet, aber dann löste sich der Fall glücklicherweise bald auf: Kamerad Thanom war in der gleichen Linienmaschine wie Wiwan als Passagier in der „Holzklasse“ nach Frankfurt geflogen, hatte die beiden Reisenden im Taxi zu Gregors Wohnung verfolgt, hatte sich auf die Lauer gelegt und den Einbruch in Gregors Wohnung verübt, als Gregor gerade mal die Wohnung verlassen hatte. Dann hatte er die schlafende Wiwan geweckt, sie massiv eingeschüchtert und bedroht, hatte sie derart unter Druck gesetzt, dass sie völlig verängstigt zustimmte, mit ihm in einer anderen Fluglinie nach Bangkok zurückzufliegen. Sie traute sich anfangs noch nicht einmal, irgendwen zu benachrichtigen – und so war es ihm gelungen, Wiwan bei sich zu verstecken, dabei hatte er verbotene Medikamente als Betäubungsmittel benutzt, wie auch schon zuvor auf der Rückreise aus Frankfurt. Aber dann, als sie wieder normal denken konnte, liess sie ihrem Bruder Somnuk eine Nachricht zukommen – und damit löste sich der Fall. Kamerad Thanom wurde sofort in Militärgewahrsam genommen, und der soll in Thailand nicht sehr zu empfehlen sein…

Gregor und sein Nachbar, der Ermittler von den A&B-Detektiven, reisten schnellstmöglich nach Bangkok: Gregor, um Wiwan wieder zu sehen, der Ermittler, um die thailändischen Kollegen zu treffen. Wiwan hatte mit diesem schnellen Besuch nicht gerechnet, hatte sie doch ein schlechtes Gewissen – warum auch immer. 

Niemand wird erstaunt sein zu erfahren, dass Gregor und Wiwan von da an unzertrennlich waren. Gregor nahm eine Stelle bei einem internationalen Unternehmen in Bangkok an, und Wiwan gab ihren Job bei Thai International auf – und beide heirateten, sobald es möglich war.

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